Herxheim, 24.11. / Maul halten und Fußball spielen ist bei einer Fußball-WM nicht die schlechteste Strategie, um Spiele zu gewinnen. Die theatralische Botschaft des DFB schießt bekanntlich keine Tore. Die Zeit für die Einstudierung der „Hand-vor-den-Mund-Botschaft“ hätte die Nationalmannschaft mal besser genutzt, um Gegenstrategien zu entwickeln, wenn Japan sein System umstellt. Hilflos war das DFB-Team ab der 65 Minute. Und, wenn es die DFB-Funktionäre danach drängt in die Politik zu gehen, sollen sie dies tun. Der Welt größte Fußballverband solle sich auf seine Grundtugenden besinnen. Weltpolitik machen zu wollen, gehört sicher nicht dazu.
Herxheim, 23.11. / Seit Wochen wollen die Medien den deutschen Fußballfans die WM vermiesen. Boykott ist dabei das vorrangige Schlagwort. Und was machen die TV-Sender? Heute 13 Stunden WM-Berichterstattung. Schon vor dem Anpfiff läuft der Countdown-Zähler im TV, um ja den Anpfiff nicht zu verpassen. Und wer präsentiert das Spiel? Eine arabische Fluglinie. Werbegeld von Emirate. Und was sehen wir? Freude bei den Deutschen Fans, Begeisterung, die von den Rängen ins Wohnzimmer schwappt. Und auch dies, bei der WM haben auch „kleine“ Mannschaften die Möglichkeit, sich der Weltöffentlichkeit zu zeigen. Ich gönne es diesen.
Herxheim, 21.11. / Was für ein Zeichen! Was für mutige iranische Nationalspieler. Respekt für deren Mut und Haltung! Mit ihrer Entscheidung, die Nationalhymne nicht mitzusingen, zeigten sie sich solidarisch mit den Protesten in ihrem Land. Wohl wissend, dass dies für sie und ihre Familie nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Die Bedrohung von Leib und Leben für sie und ihren Familien kann in diesem Regime nicht ausgeschlossen werden. Was ist dagegen das Tragen einer bunten Stoffbinde am Arm oder das Schautraining mit Kindern von Wanderarbeitern? Nichts!
Herxheim, 20.11. / Der DFB und seine europäischen Verbündeten mussten sich im Kampf um ihre Kapitänsbinde dem Regelwerk der FIFA beugen. Es ist nun mal eine FIFA-WM und Fußball wird demnach nach den FIFA-Regeln gespielt. Eine Erkenntnis, die nicht neu ist. Die nächste EM wird nach den Regeln der UEFA gespielt und sollten die Verantwortlichen im EM-Regelwerk festlegen, es wird mit der landestypischen Kopfbedeckung gespielt, dann ist damit eben die FIFA außen vor. Wer, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf, an der Spitze eines Verbandes steht, sollte die Regeln kennen. Gemeinsam mit Kindern in Katar medienwirksam ein Schau-Training durchzuführen und dem Kapitän eine andere Armbinde zu verpassen, hilft den Wanderarbeitern und deren Familien wenig. Da sollte der DFB ansetzen. Einen Teil der WM-Prämie hierfür einzusetzen, wäre ein erster Schritt.
Herxheim, 20.11. / … und bei der Vorberichterstattung zum Eröffnungsspiel geht es bis kurz vor dem Anpfiff nur um Politik! Im gut klimatisierten Studio in Mainz zeigen die beiden Moderatoren weiterhin mit Fingern auf den WM-Ausrichter Katar. Geht’s noch! Geht es bei einer Fußball-WM nicht mehr um Fußball? Wie abgehoben sind wir denn mittlerweile? Sind die Zuschauer im Sportstudio nicht handverlesen? Gibt es im Hintergrund nicht den „Vor-Klatscher“? Mehr als 10 Jahre haben die Sender das Thema Menschenrechte weitgehend verdrängt. Und wer präsentiert das Eröffnungsspiel? Unter anderem eine arabische Fluglinie. Geld stinkt ja bekanntlich nicht!