Hayna 16.11. / Beraten wurde bei der AfA-Landeskonferenz (LK) in der Mehrzweckhalle in Hayna ein dickes Antragsbuch. Den Leitantrag eingebracht hatte der AfA-Landesvorstand unter dem Titel: faire Arbeit, mehr Tarifbindung und soziale Gerechtigkeit. Begründet wurde er vom Landesvorsitzenden Michael Jung (im Bild am Rednerpult). Insbesondere forderte er mehr Tarifbindung – in allen Brachen. „Gerade in schwierigen Zeiten hat sich das deutsche Modell der Tarif- und Betriebspartnerschaften als ein Erfolgsmodell erwiesen“, so Jung. Drei Anträge brachte der AfA-UB-Vorstand Südpfalz in die Konferenz ein: Straßenplanung, Bau, Betrieb und Unterhaltung ist Daseinsvorsorge; Betriebliches Gesundheitsmanagement flächendeckend einführen und Stärkung des Industriestandorts Rheinland-Pfalz. Mit einem Zitat von Werner von Siemens aus dem Jahr 1890 begründete der AfA-UB-Vorsitzende Erwin Welsch den Antrag: „Wer das Beste liefert, bleibt schließlich oben.“ Und genau dies muss unser Anspruch als Industriestandort RLP sein und bleiben, wollen wir unseren Wohlstand für uns, unsere Kinder und Enkel sichern. Zur Info: In 2023 wurden aus RLP Waren im Wert von 60,3 Mrd. € exportiert. Die Exportquote liegt bei 64,5 %. „Statt den Industriebetrieben Hindernisse in den Weg zu stellen, müssen Hürden abgebaut werden“, so Welsch. Gut auch drei Anträge, die mithelfen sollen, die digitale Präsenz der Ortsverein zu stärken. Engagiert und mit viel Kompetenz wurde die Antragsberatung durchgeführt.
Hayna 16.11. / „Schön, dass so viele an den südlichsten Rand von Rheinland-Pfalz gekommen sind“, mit diesen Worten begrüße der OV-Vorsitzende Erwin Welsch den AfA-Landesvorstand sowie die Delegierten der einzelnen SPD-Unterbezirke zur Landeskonferenz (LK) in der Mehrzweckhalle in Hayna. Mit Grußworten von Jennifer Braun und Marion Daum (UB-Vorsitzende Südpfalz), Rüdiger Stein (DGB-GF), Angelika Glöckner, MdB und Ronja Enders, stv. AfA-Bundesvorsitzende, starte die vierstündige Konferenz. Hauptredner war Mathias Disterheft (im Bild am Rednerpult), stv. AfA-Bundesvorsitzender, der aus Wolfsburg angereist war und voll des Lobes für die Region und seine freundlichen Menschen war. Starken Beifall fand sein erster Hinweis: SPD und Gewerkschaften gehören zusammen wie Butter und Brot.“ Eine großartige und für den anstehenden Wahlkampf sehr ermutigende Rede. Anerkennung auch für die AfA-UB in der Pfalz, „Ich würde mir wünschen, in ganz Deutschland wäre die AfA so aktiv und engagiert wir hier in der Pfalz.“ In der Aussprache wurde mit Blick auf den Bruch der Ampel Michael Detjen deutlich: „Den Akt des Verrates beherrscht keine Partei so wie die FDP.“ AfA-Landesvorsitzender Michael Jung wies darauf hin, dass wir den „von Merz geplanten Angriff auf den Sozialsaat“ abwehren müssen. Der Bedarf an Bildung an unseren Schulen z.B. was unsere Demokratie ausmacht, wurde eingefordert. „Diese Zeit für Demokratie muss in den Lehrplan aufgenommen werden", war eine weitere Forderung.
Landau 11.11. / Vier Fahrgäste werden pro Tour zwischen den beiden Bahnhöfen Rohrbach und Rülzheim im Durchschnitt befördert. Dies war die Antwort auf die Anfrage unseres Mitglieds im ÖPNV-Ausschuss des Landkreises, Erwin Welsch. Eine Information zu den Fahrgastzahlen hatte Welsch in der Sitzung des ÖPNV-Ausschusses am 7.11.2022 eingefordert. Nun liegen die Zahlen der Busverkehre rund um Herxheim vor. „Nachdem Herxheim als größte Gemeinde im Landkreis nicht an den SPNV angebunden ist, wurde 2019 ein umfangreiches ÖPNV-Packt auf den Weg gebracht“, so Welsch. "Ziel war es damals u.a., Herxheim enger an die beiden Bahnlinen in Rohrbach und Rülzheim anzubinden." "Die Fahrgastzahlen lassen erkennen, dies ist nur bedingt gelungen." „Das Fahrgastpotential ist in Herxheim vorhanden.“ "Auch deshalb, so Welsch in der Sitzung, weil nun auch das westliche Gewerbegebiet an die Linie angebunden ist.“ Seine Forderung daraus ist, „Mehr für die Linie zu werben.“ „Dies muss über das Mitteilungsblatt hinausgehen – Zielgerichtete Flyer wären sicher hilfreich“, so Welsch weiter. Von Seiten des Kreises will man den Hinweis aufgreifen.
Herxheim 10.11. / Spät, manche sagen zu spät, hat Bundeskanzler Olaf Scholz eine Richtungsentscheidung getroffen. Finanzminister Lindner von der FDP zu entlassen, war konsequent. Es war richtig, es war notwendig und es macht den Weg frei für Neuwahlen. In herausfordernderen Zeiten wie dieser sollte man nicht zu lange nach hinten schauen. Wichtiger für unser Land und seine Menschen ist der klare Blick nach vorn. Was gilt es jetzt noch anzupacken und umzusetzen? Da ist Olaf Scholz inhaltlich sehr klar. Es stehen noch wegweisende Gesetzesvorhaben an. Und er gibt allen Verantwortlichen im Bund, im Land und in den Kommunen die nötige Zeit, eine geordnete Wahl vorzubereiten. Zeit, auch für die kleinen Parteien, sich vorzubereiten und die nötigen Entscheidungen zu treffen. Auch dies ist Verantwortung für das Land und die Demokratie.
Großsprecher und Populisten sehen mit ihren Forderungen nach einer schnellen Neuwahl – am 1. und 2. Weihnachtfeiertag hätten sicher viele Zeit, um ins Wahllokal zu gehen - nur die Aussicht, ihre Wahlchance zu verbessern. Unverantwortlich und undemokratisch. Wer eine schnellere Entscheidung will, soll ein konstruktives Misstrauensvotum in den Bundestag einbringen. Dies traut man sich aber nicht. Lieber der BILD-Zeitung die Schlagzeile vorgeben.
Die vorgezogene Neuwahl fordert vieles von den Organisationen ab. Wir als SPD-Ortsverein Herxheim sind bereit. Packen wir es an.
Erwin Welsch, Ortsvereinsvorsitzender
Herxheim 9.11. / In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen der jüdischen Gemeinden. Die, die nicht brannten, wurden aufgebrochen, verwüstet und später abgerissen. Das geschah auch mit der Herxheimer Synagoge, die nicht nur verwüstet, sondern auch geplündert und wenige Tage nach den Novemberpogromen zerstört wurde. Jährlich gedenkt der Heimatverein an dieses grauenhafte Ereignis. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen gestaltet Dr. Klaus Eichenlaub jedes Jahr dieses Erinnern. Neben der musikalischen Einrahmung stand ihm in diesem Jahr mit nachdenklichen Gedichten Rosa Maria Tritschler zur Seite. „Schön, dass sie gekommen sind.“ „Besser wäre es, wenn noch mehr gekommen wären“ begrüßte Dr. Eichenlaub die Gedenkteilnehmer am ehemaligen Standort der Herxheimer Synagoge. Anhand von Bildern, Dokumenten und Berichten zeichnete Dr. Eichenlaub das Leben von Paul Engel nach. Ein hoch angesehener Unternehmer im Ort, Spieler der 1. Mannschaft und später Vorsitzender der Viktoria Herxheim. Hoch dekoriert kam er nach dem 1. Weltkrieg nach Herxheim zurück und schaffte in seiner Weberei Arbeit für viele Menschen. Er war wie alle, die dem jüdischen Glauben angehörten, Herxheimer. Am 8. November 1938 war all dies nichts mehr wert. Die Nazis deportierten ihn in ein KZ. Als er zurück nach Herxheim kam, wurde ihm die Fabrik weggenommen und er flüchtete mit seiner Familie, Frau und zwei kleinen Kindern, in die USA. Sehr eindrucksvoll schilderte Dr. Eichenlaub diese Ereignisse und die Betroffenheit war bei den Teilnehmern auf dem ganzen Platz zu spüren. Vor der Gedenkveranstaltung wurden drei Stolpersteine, u.a. für Paul Engel, in der Oberen Hauptstraße verlegt.
Der Heimatverein hat für die Stolpersteine Paten gesucht. Auf der Warteliste steht auch der SPD-Ortsverein, der die Hoffnung hat, im nächsten Jahr Pate sein zu dürfen. Dank allen, insbesondere Vorstandsmitgliedern des SPD-Ortsvereins, die an diesem Abend ein gemeinsames Zeichen gegen das Vergessen gesetzt haben.