SPD Herxheim, Herxheim-Hayna, Herxheimweyher

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GEDENKVERANSTALTUNG 09. NOVEMBER – "ES WAREN HERXHEIMER"

Veröffentlicht am 10.11.2024 in Aktuell

Herxheim 9.11. / In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen der jüdischen Gemeinden. Die, die nicht brannten, wurden aufgebrochen, verwüstet und später abgerissen. Das geschah auch mit der Herxheimer Synagoge, die nicht nur verwüstet, sondern auch geplündert und wenige Tage nach den Novemberpogromen zerstört wurde. Jährlich gedenkt der Heimatverein an dieses grauenhafte Ereignis. Mit sehr viel Einfühlungsvermögen gestaltet Dr. Klaus Eichenlaub jedes Jahr dieses Erinnern. Neben der musikalischen Einrahmung stand ihm in diesem Jahr mit nachdenklichen Gedichten Rosa Maria Tritschler zur Seite. „Schön, dass sie gekommen sind.“ „Besser wäre es, wenn noch mehr gekommen wären“ begrüßte Dr. Eichenlaub die Gedenkteilnehmer am ehemaligen Standort der Herxheimer Synagoge. Anhand von Bildern, Dokumenten und Berichten zeichnete Dr. Eichenlaub das Leben von Paul Engel nach. Ein hoch angesehener Unternehmer im Ort, Spieler der 1. Mannschaft und später Vorsitzender der Viktoria Herxheim. Hoch dekoriert kam er nach dem 1. Weltkrieg nach Herxheim zurück und schaffte in seiner Weberei Arbeit für viele Menschen. Er war wie alle, die dem jüdischen Glauben angehörten, Herxheimer. Am 8. November 1938 war all dies nichts mehr wert. Die Nazis deportierten ihn in ein KZ. Als er zurück nach Herxheim kam, wurde ihm die Fabrik weggenommen und er flüchtete mit seiner Familie, Frau und zwei kleinen Kindern, in die USA. Sehr eindrucksvoll schilderte Dr. Eichenlaub diese Ereignisse und die Betroffenheit war bei den Teilnehmern auf dem ganzen Platz zu spüren. Vor der Gedenkveranstaltung wurden drei Stolpersteine, u.a. für Paul Engel, in der Oberen Hauptstraße verlegt.

Der Heimatverein hat für die Stolpersteine Paten gesucht. Auf der Warteliste steht auch der SPD-Ortsverein, der die Hoffnung hat, im nächsten Jahr Pate sein zu dürfen. Dank allen, insbesondere Vorstandsmitgliedern des SPD-Ortsvereins, die an diesem Abend ein gemeinsames Zeichen gegen das Vergessen gesetzt haben.

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