Herxheim 29.05. / In seiner Stellungnahme zum Haushalt 2023 der Ortsgemeinde sprach Fraktionssprecher Dr. Jörg Dähne auch ein heikles Thema an. „Ganz zum Schluss", so Dähne, "möchte ich noch eine heilige Kuh ansprechen.“ Dabei handelt es sich um die Rücklagen beim ortsgemeindeeigenen E-Werk in Höhe von mehreren Millionen Euro. Es ist richtig, dass das E Werk, genau wie jeder andere Grundversorger in der Coronakrise schwere Zeiten durchlebt hat. Wir befinden uns aber jetzt in ruhigerem Fahrwasser, sodass auch vonseiten des Ortsgemeinderates daran gedacht werden müsste, eine Gewinnausschüttung unter Reduzierung der Rücklagen nach Vorlage der Geschäftsberichte der Jahre 2022 und 2023 durchzuführen. Ich möchte betonen, dass die Rücklagen nicht der Ortsgemeindeleitung, sondern den Bürgern der Ortsgemeinde Herxheim gehören. Sie haben ganz bewusst das ortseigene E-Werk als ihren Energieversorger gewählt, damit die Gewinne im Ort bleiben und hier angelegt werden. Diese Millionen gehören unseren Bürgern und der Ortsgemeinderat als Vertretungsgremium der Bewohner hat das letzte Bestimmungsrecht. „Bitte etwas mehr Mut in der Zukunft meine lieben Ratskolleginnen und Ratskollegen zum Wohle unserer Bürger. Auch in dieser Frage sollten die drei großen Fraktionen einmal aktiv gemeinsam als Leitungsgremium der Ortsgemeinde nachdenken“, so Dähne.

