Herxheim, 31.05. Die EU-Staaten haben sich heute nach zähen Verhandlungen auf ein Öl-Embargo gegen Russland geeinigt. Das Embargo gilt vorerst nur für russische Öllieferungen per Schiff, Lieferungen per Pipeline sollen zunächst weiterhin erlaubt sein. Natürlich kritisiert, wie immer wenig diplomatisch, der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, den Kompromiss. Auch mit dem getroffenen Beschluss seien weiterhin Lieferungen von russischem Erdöl möglich, beklagte der Botschafter. Was er nicht dabei nicht sagt, ist, dass die Ukraine weiterhin Transitland für russische Energie bleibt und dafür Milliarden Dollar als Durchleitungsgebühren erhält. Noch vor Jahren hat sich die Ukraine eine möglichst große Transitmenge gewünscht, weil das für das finanzschwache Land mehr Einnahmen hätte. Ebenso hatte die Ukraine auf einen neuen Zehn-Jahres-Vertrag (2019) anstelle eines Fünf-Jahres-Vertrags gehofft. Alles vergessen. Hauptsache, so die Melnyk-Strategie, alles erst man schlecht reden.

