Herxheim 1.06. / Auch nach der Umwidmung der Hauptstraße, diese ist jetzt Ortsstraße und gehört der Gemeinde, ist der Durchgangsverkehr ungebrochen. Eine vordringliche Aufgabe für den zukünftigen Gemeinderat, die Verkehrsströme durch intelligente Maßnahmen neu zu lenken. Fast ohne Unterbrechung rollt der Autoverkehr an den Infoständen von SPD, CDU, GRÜNEN, FDP und WGH vorbei. Was fehlt, sind die Menschen im Ortszentrum. Ohne den CAP-Markt wäre die Situation noch düsterer. Interessante Gespräche ergaben sich dennoch an unserem Infostand. Die Messerattacke in Mannheim von gestern Abend sowie die Unterbringung eines Intensivstraftäters im Landkreis waren zwei Themen. Die Chancen der SPD am 9. Juni wurden intern hoch und runter diskutiert. Am schönsten jedoch der Besuch eines uns nahestehenden Ehepaars, die das Plakat von Jörg vor ihrem Haus immer „geraderücken“. Aus dem Gespräch ergab sich, dass die beiden 53 Jahre verheiratet sind. Und was sagt der Mann am Stand zu seiner Frau: "Ich würde Dich auch heute noch heiraten!“ Gibt es einen größeren Liebesbeweis? "Erwin, komm beim Abhängen des Plakats vor unserem Haus auf einen Kaffee vorbei". Mach’ ich. Danke allen, die heute mit dabei waren.
Herxheim 2.06. / Weil dafür eine Zweidrittelmehrheit nötig ist, sind SPD, Grüne und FDP im rheinland-pfälzischen Landtag auf die Stimmen der CDU angewiesen. Die CDU macht aber nicht mit und will weiterhin jungen Menschen bei den Kommunalwahlen das Wahlrecht vorenthalten. Für rheinland-pfälzische Jugendliche ab 16 ist es deshalb eine Premiere bei der Europawahl erstmals mit abstimmen zu dürfen. „Über die Zusammensetzung des EU-Parlaments dürfen die 16-Jährigen am 9. Juni mitentscheiden, über die Zusammensetzung des Ortsgemeinderats in ihrem Heimatort nicht. Klingt irgendwie komisch“ findet unser Ortsvereinsvorsitzender Erwin Welsch. Verstehenden kann man deshalb die Frustration, dass die Kommunalwahlen immer noch denen vorbehalten sind, die 18 Jahre alt sind. Auch bei der Landesschüler:innenvertretung (LSV) kommt das unterschiedlich geregelte Wahlalter nicht gut an. "Es ist trotzdem für viele absolut unverständlich, wie es sein kann, dass wir Politikerinnen und Politiker wählen dürfen, die wir noch nie gesehen haben, aber nicht die Bürgermeisterin oder den Bürgermeister in unserem eigenen Wohnort." Recht hat die LSV.
Herxheim 30.05. / Bis zu 65 Millionen Wahlberechtigte stimmen am 9. Juni in Deutschland über ein neues Europa-Parlament ab. Für die SPD geht die ehemalige Justizministerin Katarina Barley ins Rennen. Es ist für die SPD-Spitzenkandidatin bereits die zweite Amtszeit. Seit 2019 vertritt sie die SPD als Europaabgeordnete und ist sogar Vizepräsidentin des Europa-Parlaments. Was ist über die SPD-Spitzenkandidatin, die am 9. Mai in Herxheim war (im Bild mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Erwin Welsch) bekannt? Katarina Barley wurde am 19. November 1968 in Köln geboren. Ihr Vater war ein britischer Radiojournalist und ihre Mutter eine deutsche Ärztin. Von ihrem britischen Vater hat sie ihren englischen Nachnamen. Die promovierte Volljuristin besitzt die britische und die deutsche Staatsbürgerschaft. Fachlich genießt die Sozialdemokratin im EU-Parlament einen ausgezeichneten Ruf. Der absehbare Rechtsruck bei dieser EU-Wahl setzt aus Barleys Sicht das beherrschende Thema für die nächste Legislaturperiode. „Was wir im Moment erlebten, sei ein Angriff auf Demokratien von innen und außen“, hat sie auch beim Gespräch mit den Horkheimer-Kandidatinnen immer wieder betont. Beim Empfang der Ehrengäste zum Sandbahnrennen war ihre Botschaft klar: „Gehen Sie wählen und wählen Sie demokratische Parteien.“ „Die Alternative zu Europa ist kein Europa und dies kann niemand wirklich wollen.“
Herxheim 29.05. / Mit elf starken Frauen zieht der SPD-Ortsverein Herxheim in den Wahlkampf um die 28 Plätze im Ortsgemeinderat. Die „Geschlechterquote“ von 40 Prozent kann sich sehen lassen. Es braucht mehr Frauen im Gemeinderat, weil eine Demokratie nur so gut ist, wie sie ihre Bürgerinnen und Bürger repräsentiert. Deshalb: Demokratie stärken! Frauen wählen!