HERXHEIM 18.02./ Diese Frage stand im Mittelpunkt der Webkonferenz, zu der die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Katrin Rehak-Nische eingeladen hatte. Den zugeschalteten Arbeitnehmern stellte Katrin zwei „Experten“ vor. Den sozialpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sven Teuber, der aus Trier zugeschaltet war, sowie Erwin Welsch, Vorsitzender der AfA-Südpfalz. In seinem Input ging Sven Teuber auf die aktuelle Situation in RLP ein: hohe Tarifbindung, geringe Arbeitslosenzahlen, Spitzenposition für gute Bildung und Arbeit, funktionierende Sozialpartnerschaft.
Erwin Welsch sprach davon, „dass wir den Corona-Geist nicht mehr zurück in die Flasche gekommen.“ Vieles wird die Corona-Krise überdauern. Arbeits- und Gesundheitsschutz werden z.B. bei der Ausweitung von Homeoffice an Bedeutung gewinnen. Betriebsräte müssen sich mit der Frage befassen, wie es gelingt, die veränderten Arbeitsbedingungen in Betriebsvereinbarungen zu regeln. Gewerkschaften müssen sich fragen, wie bekommen sie den „Fuß zwischen die Tür und wie gelingt eine Vernetzung mit den Beschäftigten? Muss nicht bei den erkennbaren Umwälzungen und dem Wandel in der Arbeitswelt das Betriebsverfassungsgesetz angepasst werden? war eine weitere Fragestellung. Bildung und Ausbildung, Qualifizierung und das Erlangen neuer Kompetenzen muss schneller dem Wandel angepasst werden. „Wenn wir nicht aufpassen“ so Welsch in seinem Schlussstatement, „verlieren wir in den Innenstädten nicht nur Beschäftigung, sondern ein Stück unserer Identität.“ Vom Ortsverein Herxheim war Nils Diesel mit dabei, der seine Sicht als junger Arbeitnehmer eingebracht hat. Eine qualitativ hochwertige Webkonferenz.