VOLLER SAAL BEI PODIUMSDISKUSSION

Ortsverein

22. Mai 2019 / Wie richtig es war, die Podiumsdiskussion mit allen vier Bewerben zur Wahl des Ortsbürgermeisters anzuregen, war an der großen Beteiligung der BürgerInnen zu erkennen. Gut organisiert und bestens moderiert wurde die Veranstaltung vom Jugendparlament Herxheim. Großes Kompliment. Auch die Themenauswahl hat das Interesse der Besucher getroffen. Kinder- und Jugendthemen, Ortszentrumsentwicklung und Quartier, Klima und Natur sowie Wohnen.

Interessant auch die Abschlussfrage an die vier Bewerber: Wie stellen Sie sich Herxheim ist 20 Jahren vor?

Meine Antwortstichworte hierzu:

Wer einigermaßen seriös in die Zukunft blicken will, muss eine grundsätzliche Frage beantworten. Wie wirkt sich der demografische Wandel, in dem wir uns befinden, für Herxheim im Jahr 2040 aus? Das statistische Landesamt sieht für uns eine erfreuliche Entwicklung. Wir schrumpfen nicht. Das heißt, die vorgehaltene Infrastruktur und was wir baulich noch auf den Weg bringen, wird auch in 20 Jahren noch nachgefragt.

Der richtige Ansatz bei der Fragestellung ist m.E. die Zukunftsthemen zu erfassen, analysieren, Ziele zu formulieren und zusammen mit den BürgerInnen und Bürgern gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln.

Hilfreich sind uns dabei die drei Konzepte, die wir bei der Zentrumsentwicklung erhalten haben. Im OGR habe ich mal die Vision formuliert, wenn es uns gelingt, die inhaltlichen Schwerpunkte aus den drei Konzepten bis 2030 anzupacken und umzusetzen, dann haben wir richtig was geschafft. Bisher ist es uns noch nicht einmal gelungen, einen Masterplan aus den Konzepten zu entwickeln. Die Herausforderungen sind vielfältig: Funktionswandel im Ortszentrum, demografischer Wandel, Umgestaltung der Hauptstraße, Ortszentrumsentwicklung, Wohnungsbau, E-Mobilität. Wo fängt man da an? Und wie erreicht man mit überschaubarem Aufwand die besten Ergebnisse?

Wohnen und Wohnformen werden sich verändern. Hierauf müssen wir mit Weitblick Antworten geben. Es wird alternative Wohnprojekte geben. Wir müssen uns die Frage stellen, welche Wohnungen werden künftig gefragt. Sicher ist, wir werden energetisches Bauen und moderne Lernen in Einklang bringen müssen.

Wir wissen, dass unsere wohnungsbaupolitische Entwicklung in Norden liegt. Die von uns vorgeschlagene kleine Nordumgehung kann hier hilfreich wirken.

Unsere gewerbliche Entwicklung liegt im Westen. Ich kann mir sehr gut ein „grünes Gewerbegebiet West vorstellen. Unser Handwerkerhof hat sich zu einem bedeuteten „Start-up-Standort“ entwickelt.

Unsere Kitas werden ihren festen Platz in der frühkindlichen Bildung behalten. Da entscheidet sich auch eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir sind ein wichtiger und bedeutender Schulstandort.

Unser Altenzentrum rüsten wir aktuell für die Zukunft. Ich glaube nicht, dass es an Bedeutung verliert. Auch wenn heute noch Roboter nur im Rahmen von Projekten in der Pflege eingesetzt werden, wird es diese 2040 im AZ geben. Die Menschen werden dem Thema Gesundheit mehr Gesicht schenken. Wir werden ein kommunales Gesundheitsmanagement in 2040 haben.

Das Konsumverhalten wird sich weiter verändert. Händler und Innenstädte müssen sich diesen Herausforderungen stellen. Nähe, ein guter Service wird auch 2040 der Schlüssel zum Erfolg sein.

Die HS ist in weiten Teilen eine Gemeinschafts-straße, auf der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt sind. Autonomes fahren, Elektromobilität und intelligente Vernetzung verschiedener Verkehrsträger hat die Mobilität der Menschen völlig verändert.

Wir werden uns zu einer klimaneutralen Gemeinde entwickeln müssen. Schön wäre es, wenn wir 2040 diesbezüglich zehn Jahre Herxheim Klimaneutral feiern könnten.

Wir müssen darauf hinarbeiten, dass unsere heute schon gute Quote bei der Beschäftigung am Wohnort sich weiter verbessert. An der Stadtbahnhaltestelle „Am Rathaus“ feiern wir im Jahr 2040 den 100.000-Fahrgast.

Unsere drei Alleinstellungsmerkmale „Gesundheit, Soziales und Kultur“ prägen die Ortsgemeinde. Herxheim hat sich als der Gesundheits-standort in der Südpfalz entwickelt. Herxheim ist auch 2040 eine ganz besondere Kulturgemeinde. Wir haben uns als soziale Gemeinde weiterentwickelt. Eine Bürgerstiftung steuert den Bürgerbeteiligungs-prozess in der Gemeinde. Nachbarschaftshilfe- Vereine sind nicht mehr die Ausnahme.

Fazit: Herxheim ist 2040 ein Standort, in dem sich gut Leben und Arbeiten lässt. Die Lebensqualität ist hoch. Jung und Alt leben friedlich miteinander Herxheim ist bunter geworden. Na und! Werden Herxheim Bürger gefragt, wo sie wohnen, sagen diese: Wir wohnen nicht in Herxheim, wir leben in Herxheim. Damit diese Aussage Realität wird, würde ich gerne als OBM beitragen.

 
 

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