Herxheim, 16.02. In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 - vor genau 60 Jahren - bricht eine schwere Sturmflut über Norddeutschland herein. Besonders schlimm trifft es Hamburg. Zahlreiche Deiche brechen, das Wasser überflutet ein Sechstel der Hansestadt. In diesen dramatischen Stunden wurde das nach Lebens- und Dienstalter jüngste Mitglied des Hamburger Senats, Helmut Schmidt, zum "Herr der Flut", der über 40.000 Retter kommandierte. Alles hört auf das Kommando des jüngsten Senatsmitglieds und sein entschlossenes und unbürokratisches Handeln. So ein verantwortungsbewusster Mensch wäre den Menschen im Ahrtal bei der Flut im Juni 2021 auch zu wünschen
gewesen. Stattdessen schiebt der Landrat die Verantwortung für den Katastrophenschutz einem ehrenamtlichen Beigeordneten zu. Sicher hat er dabei nicht daran gedacht, dass seine monatliche Vergütung von mehr als 10.000 Euro auch mit der Übernahme von Verantwortung zu tun hat. Ein Hauptamtlicher gibt in der größten Not im Ahrtal die Verantwortung einem Ehrenamtlichen – ein Totalversagen des CDU-Landrats auf ganzer Linie. Während vor 60 Jahren ein beherzter Helmut Schmidt den Katastrophenschutzstab führte, sich nicht im Geringsten um Paragrafen und Zuständigkeiten schert und entscheidet, wie in der Lage notwendig war, wurden die Menschen im Ahrtal von ihrem Landrat im Stich gelassen.