Herxheim, 17.11. / Die Empörungsbereitschaft ist in keinem anderen Land so ausgeprägt wie in Deutschland. Olympische Winterspiele in China Anfang des Jahres. Medialer Aufschrei ohne Ende. Ergebnis: Die TV-Einschaltquoten waren noch nie so hoch wie bei den Spielen in China. WM in Katar: Medialer Sturmlauf seit Wochen. Die Kritik an der Vergabe vor mehr als 10 Jahren ist berechtigt. Doch was hilft dies heute? Ohne die Vergabe in den Wüstenstaat würde dort keiner auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen schauen. Soll keiner sagen, daran hat sich seitdem nichts geändert. Vergessen sind die miserablen Arbeitsbedingungen in vielen deutschen Schlachthöfen. Vergessen, wer uns zukünftig das Wohnzimmer warm halten soll. Der Begriff „Doppelmoral“ ist angebracht. „Ich drücke der Deutschen Mannschaft die Daumen, auch wenn es nicht fürs Finale reichen wird“, so OV-Vorsitzender Welsch

